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tin-win: silvester

: tin-win, Ich fühlte doch gleich, dass ich mit Ihnen in Rabulistik-Übungen nicht mithalten kann. Deswegen schlage ich vor zu einer anderen Betrachtungsweise der diskutierten Fragen zu übergehen. Man sollte versuchen zu allen hier auftauchenden Fragen unserer Geschichte irgendwelche Kriterien aufzustellen nach denen man objektiv die Prozesse oder Fakten betrachten kann. Zu der objektiven Betrachtung Ihrer Behauptung, dass man bei der subjektiver Betrachtung unserer Geschichte schnell zu Revanchisten werden kann, würde ich Sie bitten zu formulieren, nach welchen Kriterien (Gesichtspunkten) kann man bei der Betrachtung der Kolonisten-Geschichte einen Revanchist werden. Die Dialektik Deutschland als ein Erfolgsmodell in der Geschichtsbewältigung sollte außer Betracht gelassen werden, genau so auch die Dialektik des Falls mit der Pius-Brüderschaft. Sonnst sprengen wir den Rahmen dieses Forums. Über die Motiven des Historikers Jakob Dietz die Mythos vom Märtyrer-Kolonisten in die Welt zu gesetzt, sollten Sie in einer andere von Ihnen angefangener Thema schreiben. Mich persönlich würde das sehr interessieren

tin-win: Ich finde nicht, dass wir hier Rabulistik-Übungen veranstalten. Man könnte es Polemik nennen, da es sich um grundsätzliche Sachen, wie man eine Geschichtsbetrachtung betreibt handelt, damit sie allen was bringt, nützlich ist für das Verständnis unserer Welt und unseres Zusammenlebens, mit den "einheimischen" (wie ich dieses Wort verabscheue) Deutschen und den Völkern Russlands - die Russen inbegriffen. Der Sinn dabei erschließt sich aus folgender Perspektive: wenn Sie wollen, dass Ihre Kinder und Kindeskinder eine Identität als "Wolgadeutsche" aufbewahren, dann dürfen Sie in der heutigen modernen Welt nicht als ewig gestriger erscheinen. Die Werte und Meinungen ändern sich heute mit einer Lichtgeschwindigkeit. Ich persönlich kenne einige Abkömmlinge ostvertriebener Deutscher. Sie wollen nichts mehr mit dem Sudetentum ect. zu tun haben und interssieren sich nicht für die Herkunft ihrer Eltern. Das finde ich traurig! Der Grund dafür ist, dass sie nichts mit den konservativen Trachtenaufmärschen, der offensichtlichen deutschnationalen Gesinnung und so weiter zu tun haben wollen. Sehen Sie sich doch die Debatte um den Bund der Vertriebenen an. Wegen denen gibt es doch immer diplomatische Scharmützel zwischen Deutschland und Polen. Das wollen wir doch nicht. Wir wollen, dass unsere Kinder mit Interesse und Verständnis sich für ihre Wurzeln interessieren. Oder? Ein konkretes Beispiel aus meinem Leben: seit klein auf habe ich die heimliche Nationalhymne der Russlanddeutschen "Schön ist die Jugend" gehört und mitgesungen. Diese Lied hatte für eine Generation einen unglaublich mächtigen Symbolwert. Ich fand es irgendwann komisch als 14 jähriger in den 90ger Jahren zu singen "Schön ist die Jugen ... sie kommt nicht mehr" ??? Mit 14? Also habe ich das Lied nicht mehr so gern gesungen. Versthen Sie was ich meine? Leid und Trauer, Unrecht und Tragödien ist konkret die Geschichte meiner Großeltern - mir ist es nicht widerfahren. Ich hatte andere erfahrungen mit der sovjetisch-kasachisch-russischen Gesellschaft. Und deswegen werde ich meine Kindern garantiert nicht erzählen, dass mein Leben aus Dramen und Tragödien bestand. : nach welchen Kriterien (Gesichtspunkten) kann man bei der Betrachtung der Kolonisten-Geschichte einen Revanchist werden. ganz einfach in dem man solche Sachen sagt wie: "das Archiv in Eengels hat nichts mehr in Russland zu suchen und wir müssen es, nach Deutschland bringen". Sie selber haben gesagt, dass man uns unserer Intellektuellen beraubt hat. Worauf ich Ihnen die Frage gestallt hab, was denn solche Menshcen wie Schnittke und Richter waren? Etwa keine Russlanddeutsche? Oder keine Intellektuelle? Sie haben mir nicht darauf geantwortet. Und solche generellen Aussagen wie die von Ihenen sprechen für eine eindimensionale Sicht der Geschichte. : Sonnst sprengen wir den Rahmen dieses Forums. Irgendwie muss man doch Vergleiche ziehen, sonst kann man irgendwann mal nicht mehr über den Tellerrand sehen. : Über die Motiven des Historikers Jakob Dietz die Mythos vom Märtyrer-Kolonisten in die Welt zu gesetzt, sollten Sie in einer andere von Ihnen angefangener Thema schreiben. Mich persönlich würde das sehr interessieren da stimme ich Ihnen voll und ganz zu! Denn genau hier entstehehn nationale Mythen.

: tin-win, solche Menshcen wie Schnittke und Richter waren?...Sie haben mir nicht darauf geantwortet. , . . , , . , , . ? 90- ? . Intellektuelle. . , . ... , 1871 60% , 20- , 40-....20 ? . wenn Sie wollen, dass Ihre Kinder und Kindeskinder eine Identität als "Wolgadeutsche" aufbewahren, Nennen Sie sich selber auch noch als einer Wolgadeutscher? Glauben Sie an das, dass die Kindeskinder sich als Wolgadeutsche identifizieren würden? Sie haben Doch schon selber auf diese Frage geantwortet in dem Sie gesagt haben: Die Werte und Meinungen ändern sich heute mit einer Lichtgeschwindigkeit. Und welche Werten wird man morgen als Konservatismus nennen? Sie sind wahrscheinlich einer Geschichtskenner, können Sie beantworten, ab welcher Generation sich die Wolga-Kolonisten nicht Pfälzer sondern Wolgadeutsche genannt haben ?

tin-win: : , , Da tun Sie den beiden aber Unrecht. Haben Sie schon mal Viktor Schnittkes "Stimmen des Schweigens" gelesen? Machen Sie das und dann können Sie mir noch ein mal sagen, was Sie oben gesagt haben. Ja, ich fühle mich als ein Russlanddeutscher - ganz bewußt. Ich spreche auch Dialekt, leider nur den Wolgadeutschen und nicht noch zusätzlich Plaudietsch. Leider gibt es immer weniger Menschen, die das noch können. Ich habe sogar den Eindruck, dass sich viele nur noch über die russische Sprache identifizieren. Was ist dann noch der Sinn unserer Identität. Daher würde ich nicht sagen, dass nur der jenige sich "Wolgadeutsch" oder Russlanddeutsch nennen kann dessen Großeltern unter die Räder der Zeit geraten sind, sondern die die trotz allem zu ihrer Eigenart gestanden haben. : Sie sind wahrscheinlich einer Geschichtskenner, können Sie beantworten, ab welcher Generation sich die Wolga-Kolonisten nicht Pfälzer sondern Wolgadeutsche genannt haben ? Da müssen Sie eben Robert Koch fragen, er ist der Spezialist für solche Fragen Aber so weit ich weiß waren es nicht nur Pfälzer, sondern auch Franken, Schwaben, Hessen, Bayern, Elsässer, Franzosen, Schwede, Badener, Österreicher, Schweizer, Sachsen ... Und nach der 2 Generation hat kaum noch jemand seinen Dialekt gesprochen sondern unser WUNDERSCHEENES WOLGATAITSCH

: tin-win, Die Pfälzer waren von mir represantativ für Franken, Schwaben, Hessen, Bayern, Elsässer. genannt... Und nach der 2 Generation hat kaum noch jemand seinen Dialekt gesprochen sondern unser WUNDERSCHEENES WOLGATAITSCH Gibt es nach diesem Kriterium in zwei Generationen noch Deutsche oder sprechen schon alle englisch? Da müssen Sie eben Robert Koch fragen, er ist ... , .

tin-win: : Gibt es nach diesem Kriterium in zwei Generationen noch Deutsche oder sprechen schon alle englisch? OK, mit dieser Aussage haben Sie unser Gespräch ad absurdum geführt und von mir aus können wir hier einen Punkt setzen. Ich danke ebenso für das Gespräch

spack: , . Liebe Landsleute, vor allem möchte ich diese Gelegenheit nützen, um mich bei allen Lesern meines Buches für ihre Bemerkungen, ihre Kritik, aber auch für ihre Anerkennung und Unterstützung recht herzlich zu bedanken. Ihre Anerkennung gibt mir neue Kraft, weil ich sehe, dass euch wie mir selbst unsere Heimat an der Wolga und unsere Geschichte nicht gleichgültig sind. Andererseits bin ich gezwungen, kurz zu den Äußerungen des tin-win über ein Bild in meinem Buch W Rossii nemzy, w Germanii russkie Stellung zu nehmen. Zuerst muss ich erklären, dass ich die Gefühle dieses Mannes seinen Namen kann ich nur vermuten -, der mich zu schätzen vorgibt, aus mehreren Gründen nicht erwidern kann. Es tut mir leid, schätzen kann ich ihn nicht. tin-win behauptet nämlich, dass im Bild, das ich auf S. 442 meines Buches bringe, nicht die Kolchosbauern aus dem Dorf Konstantinowka, sondern die Schauspieler des Deutschen Akademischen Theaters Temir-Tau dargestellt seien, was ihn unheimlich belustigt und zu einem giftigen Chi-chi inspiriert hat. Nun vor allem müsste mein Opponent wissen, dass das Deutsche Theater in Temir-Tau niemals ein akademisches gewesen ist. Schon deshalb lässt sein Kommentar eindeutig darauf schließen, dass er die Schauspieler des Deutschen Theaters niemals gesehen und ihre Probleme niemals gekannt hat. Ansonsten darf ich allen Ernstes erklären, dass in diesem Bild wirklich ein ehemaliger Schauspieler des Deutschen Theaters Almaty festgehalten worden ist, nämlich Peter Zacharias (1. von links sitzend, mit der dunklen Brille). Nachdem Peter seinen Armeedienst abgeleistet hatte, arbeitete er eine Zeitlang in Konstantinowka im dortigen Kulturpalast. Was tin-wins philosophischen Wortsalat betrifft, so hoffe ich, dass der Mann das nicht ernst meint. Widrigenfalls müsste ich sagen: Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Und auf sein chi-chi möchte ich nicht eingehen, denn wen man am Lachen erkennt, lässt sich ja unserem bekannten Sprichwort entnehmen... Ich stehe allen Landsleuten für Fragen jederzeit zur Verfügung! Robert Korn, doctor philosophiae

Robert Korn: Liebe Landsleute, vor allem möchte ich diese Gelegenheit nützen, um mich bei allen Lesern meines Buches für ihre Bemerkungen, ihre Kritik, aber auch für ihre Anerkennung und Unterstützung recht herzlich zu bedanken. Das gibt mir neue Kraft, weil ich sehe, dass euch wie mir selbst unsere Heimat an der Wolga und unsere Geschichte nicht gleichgültig sind. Andererseits bin ich gezwungen, zu den Äußerungen des tin-win über ein Bild in meinem Buch W Rossii nemzy, w Germanii russkie kurz Stellung zu nehmen. Zuerst muss ich erklären, dass ich die Gefühle dieses Mannes seinen Namen kann ich nur vermuten -, der mich zu schätzen vorgibt, aus mehreren Gründen nicht erwidern kann. Es tut mir leid, schätzen kann ich ihn nicht. tin-win behauptet nämlich, auf dem Bild, dass ich auf S. 442 meines Buches bringe, nicht die Kolchosbauern aus dem Dorf Konstantinowka, sondern die Schauspieler des Deutschen Akademischen Theaters Temir-Tau dargestellt seien, was ihn unheimlich belustigt und zu einem giftigen chi-chi-chi inspiriert hat. (Anstatt mich anzurufen und den Sachverhalt kameradschaftlich zu klären, wie es sich unter Landsleuten geziemt, ist er gleich ins Forum vorgeprescht, und zwar mit absolut zweitrangigen, um nicht mehr zu sagen, Bemerkungen). Nun vor allem müsste mein Opponent wissen, dass das Deutsche Theater in Temir-Tau niemals ein akademisches gewesen ist. Schon deshalb lässt sein Kommentar eindeutig darauf schließen, dass er die Schauspieler des Deutschen Theaters niemals gesehen und ihre Probleme niemals gekannt hat. Ansonsten darf ich allen Ernstes erklären, dass in diesem Bild wirklich ein ehemaliger Schauspieler des Deutschen Theaters Almaty festgehalten worden ist, nämlich Peter Zacharias (1. von links sitzend, mit der dunklen Brille). Nachdem Peter seinen Armeedienst abgeleistet hatte, arbeitete er eine Zeitlang in Konstantinowka im dortigen Kulturpalast. Was tin-wins und Michels philosophischen Wortsalat betrifft, so hoffe ich, dass die Männer das nicht ernst meint. Widrigenfalls müsste ich sagen: Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Und auf tin-wins chi-chi möchte ich nicht eingehen, denn wen man am Lachen erkennt, lässt sich ja unserem bekannten Sprichwort entnehmen... Allen interessierten Landsleuten stehe ich für Fragen jeder Art jederzeit zur Verfügung! Robert Korn, doctor philosophiae